Von Teilnahmequoten zu echter Relevanz: BGM für Auszubildende neu denken

Von Teilnahmequoten zu echter Relevanz: BGM für Auszubildende neu denken

Welche BGM-Maßnahme ist die erfolgreichste?
Richtig: Die, die ankommt, genutzt wird und als hilfreich empfunden wird.

Und genau hier wird es bei Auszubildenden spannend: Denn wer sie erreichen will, muss verstehen, was ihren Alltag, ihre Bedürfnisse und ihre Perspektive prägt. Was es dafür braucht, sind keine Standartmaßnahmen, die an den Bedürfnissen der Zielgruppe vorbeigedacht ist. Sondern solche, die an deren Lebenswelt anknüpfen.


Gesundheitsförderung beginnt mit einem Perspektivwechsel

Auszubildende und Berufseinsteiger:innen – eine Zielgruppe, die mit neuen Herausforderungen und ganz vielen Veränderungen konfrontiert ist. Und gleichzeitig ist es eine neue Generation der Arbeitnehmenden, die wir vielleicht nicht mit den typischen Angeboten erreichen können. Denn ein Angebot kann fachlich richtig und trotzdem unpassend sein. Ein Vortrag über Stressmanagement hilft wenig, wenn die eigentliche Belastung ein unklarer Dienstplan, fehlende Einarbeitung oder Angst vor Fehlern ist.

Es heißt also: Nachfragen. Zuhören. Bedürfnisse ernst nehmen. Und anbieten, was wirklich gebraucht wird.

Aber wieso sollen wir überhaupt bei dieser jungen Zielgruppe mit Betrieblicher Gesundheitsförderung anfangen? Sie sind ja schließlich noch jung und gesund! Aktuelle Erhebungen des DGB (2025) zeigen ein anderes Bild: mehr als die Hälfte der befragten Auszubildenden berichtete von psychischer Belastung. Finanzielle Sorgen, Leistungs- und Zeitdruck sowie regelmäßige Überstunden sind keine Seltenheit.

Beteiligung als Königsdisziplin

Auszubildenden also bereits zum Start ein gesundheitsförderliches Arbeiten und Wirken zu ermöglichen, ist durchaus sinnvoll. Gesunde Mitarbeitende sind das Rückgrat aller Unternehmen. Je früher wir ansetzen, desto desto besser können junge Menschen gesundheitsförderliche Routinen entwickeln, ihre Gesundheitskompetenz stärken und langfristig leistungsfähig bleiben.

Eine wirksame Gesundheitsförderung lebt von Beteiligung. Dabei können wir folgende Fragen stellen:

Wer gefragt wird, fühlt sich berücksichtig und wertgeschätzt. Das baut Vertrauen auf. Und das ist eine wichtige Herausforderung dafür, dass sich auch für sensible Themen wie die psychische Gesundheit geöffnet wird.



Gesundheitsförderung für Azubis beginnt nicht mit der Frage, wie wir sie verändern können. Sie beginnt mit der Bereitschaft,
unsere Arbeitswelt aus ihrer Perspektive zu betrachten – und gemeinsam mit ihnen besser zu gestalten.


Was in der Praxis funktioniert: Impulse für Ihr BGM

Was kann daraus konkret entstehen? Je nach Bedarf ganz unterschiedliche Formate: ob kurze Impulsen, interaktive Workshops oder gemeinsame Aktionen. Entscheidend ist vor allem die Frage, welche Herausforderung damit aufgegriffen wird.

Kurz, interaktiv und alltagsnah

Keine 60-Minuten-Vorträge, sondern kurze und knackige Impulse, die an den Alltag anknüpfen. Denn der Einstieg ins Berufsleben bringt viele neue Routinen mit sich. Praxisimpuls: „Fitter Start ins Berufsleben“ mit konkreten Tipps für Energie, Ernährung, Pausengestaltung und Bewegung.

Gesundheit erlebbar machen

Gerade zu Beginn geht es auch darum, Anknüpfungspunkte zu finden und ein Zugehörigkeitsgefühl aufzubauen. Gemeinsame Aktivitäten verbinden Gesundheitsförderung mit Teambuilding. Praxisimpuls: Kochworkshops, Meal-Prep-Sessions oder Snack-Challenges

Raum für Austausch schaffen

Wissen ist gut, darüber sprechen besser. Wenn Auszubildende ihre eigenen Erfahrungen mit einbringen können, fördert das Verständnis, Zugehörigkeitsgefühl und Bewusstsein – für sich, aber auch für andere. Gesunde Teams leben auch von einem gesunden Miteinander. Regelmäßig Möglichkeiten für den Austausch zu schaffen ist wertvoll für alle Beteiligten. Praxisimpuls: Workshops oder Gesprächsformate zu Stress, mentaler Gesundheit, Schlaf oder dem Umgang mit Druck

Digitale Formate mitdenken

Nicht, weil „die junge Generation“ nur noch digital lebt. Sondern weil das Formate sind, die in den Alltag dieser Menschen reinpassen. Zudem lassen sie sich gut mir persönlichen Angeboten verknüpfen und schaffen damit langfristige Gesundheitsförderung.
Praxisimpuls: Mini-Impulse, Challenges, Quiz-Formate, Podcasts

Finden Sie gemeinsam mit Ihren jungen Beschäftigten heraus, was am besten funktioniert. Nicht jedes Format muss passen. Wichtig ist es, mit jeder Maßnahme auch Feedback zu verknüpfen: Was war gut, wo könnte man eine andere Richtung einschlagen, welche Unterstützung wird als besonders wertvoll wahrgenommen? Bedarfe können sich mit der Zeit verändern und daher braucht es eine gewisse Anpassungsfähigkeit. Was nichts Negatives sein muss, im Gegenteil: Anpassungsfähigkeit ist ein klarer Vorteil, der es ermöglicht, frühzeitig auf Veränderungen zu reagieren und Gesundheitsförderung kontinuierlich weiterzuentwickeln.

Von der Maßnahme zur Kultur

Der Einstieg ins Berufsleben prägt, wie Menschen Arbeit erleben und auch, welchen Stellenwert die eigene Gesundheit dabei bekommt. Deshalb lohnt es sich, Gesundheitsförderung nicht erst dann anzubieten, wenn erste Belastungen sichtbar werden. Wenn gesundes Arbeiten zur Unternehmenskultur dazugehört und für alle gleichwertig angeboten wird, kann damit ein Raum geschaffen werden, in dem Gesundheit selbstverständlich ist.

Am Ende sollte also keine einzelne Maßnahme stehen, sondern ein größeres Gesamtkonstrukt, dass von Weiterentwicklung und Beteiligung lebt. Wer junge Menschen gesund ins Berufsleben begleitet, investiert nicht nur in ihre Gesundheit, sondern in die Zukunft der eigenen Organisation.

Quellen: DGB-Ausbildungsreport 2025


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Das Detox-Märchen

Das Detox-Märchen

Detox Saft

grüner Detox Saft

Der Frühling klopft an der Tür! Und damit man sich frühlingshaft leicht fühlt, kann doch so eine Detox-Kur nicht schaden, oder?
Schließlich sind die Versprechen groß: Ballast loswerden, mehr Energie haben, sich „befreit“ fühlen, einen klaren Kopf bekommen…

Ja, es klingt in der Tat vielversprechend. Schauen wir einmal genauer hin.

Der Begriff Detox, also Entgiftung, wird gerne verwendet, ist rechtlich gesehen aber etwas kritisch. Denn: So, wie der Begriff verwendet
und interpretiert wird, handelt es sich dabei um eine gesundheitsbezogene Aussage und fällt damit unter die Health Claims Verordnung.
Diese Verordnung regelt ganz klar, welche Aussagen erlaubt sind und welche nicht. Zu Detox gibt es keinen zugelassenen Claim.

Warum? Weil es keine wissenschaftlichen Belege für „Detox“ oder „Entgiftung“ des Körpers durch damit beworbene Produkte und Co. gibt!
Womit sich viele der beworbenen Produkte in einer Grau- oder gar Verbotszone bewegen. Hier ist also Vorsicht angesagt.

Hinzu kommt: Eigentlich brauchen wir das gar nicht. Denn unser Körper hat quasi ein eigenes Entgiftungssystem: 

  • Nieren: filtern Schadstoffe aus dem Blut und geben die über den Urin ab
  • Leber: baut Stoffwechselprodukte und potentielle Schadstoffe ab, sodass wir sie ausscheiden können
  • Lunge: Abatmung von flüchtigen Stoffen wie z.B. Kohlendioxid (CO2)
  • Darm: transportiert Schad- und Abbaustoffe sowie unverdauliche Stoffe aus dem Körper

Vor allem die Leber und Nieren leisten hier eine unglaubliche Arbeit und zwar rund um die Uhr, jeden einzelnen Tag!

Anstatt also fragwürdigen Detox-Ratschlägen zu folgen und viel Geld für wenig wirksame (bis zu gefährliche) Produkte auszugeben, lohnt
es sich stattdessen, den eigenen Körper bei seiner Arbeit bestmöglich zu unterstützen. Und ja, das geht!

Das tut dem Körper gut:

  • regelmäßige, ausgewogene Mahlzeiten
  • ausreichend Proteine und Ballaststoffe, die satt machen und die Verdauung unterstützen
  • genug trinken (sehr wichtig für die Organfunktion!)
  • regelmäßige Bewegung, um den Stoffwechsel zu unterstützen
  • ausreichend Schlaf für die Regeneration
  • stark verarbeitete Produkte, Alkohol- und Nikotinkonsum bestmöglich reduzieren

Damit tun wir unserem Körper einen Wohlgefallen. Ganz ohne komische Tricks. 😉

Fazit: Detox-Kuren versprechen schnelle Ergebnisse, sind aber weder notwendig noch wissenschaftlich belegt. Unser Körper leistet hier
tagtäglich Außergewöhnliches. Unterstützen wir ihn dabei, tun wir langfristig etwas für Gesundheit, Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit!


Weitere Themen finden Sie auf unserem Blog. Und auf LinkedIn und Instagram teilen wir regelmäßig Faktenchecks, Ernährungswissen und Neuigkeiten von Kraaibeek.
Schauen Sie gerne vorbei!

Warum Pausen kein Luxus sind

Warum Pausen kein Luxus sind

Hand auf’s Herz: Wie sehen Ihre Pausen an einem typischen Arbeitstag aus?

Schnell einen Kaffee geschnappt, denn es ist nicht viel Zeit, vielleicht wird die Pause gar verkürzt, denn essen geht auch nebenbei.
Oder: Laptop zu, durchatmen, ein bisschen Bewegung, ein netter Plausch mit Kolleg:innen und ein Mittagessen für mehr Energie.

Was denken Sie, welche Variante öfter vorkommt? Wahrscheinlich (leider) die erste. Gerade bei hoher Arbeitsdichte, Schichtwechseln oder parallel
laufenden Anforderungen wird häufig „durchgezogen“. Noch schnell diese Aufgabe erledigen, noch kurz die E-Mails checken – und zack, ist die Pause vorbei.

Was, wenn Pausen fehlen?

Wenn das ab und an mal vorkommt, ist das in der Regel kein Problem. Kurzfristige Stressphasen können wir gut kompensieren. Langfristig jedoch entsteht
dadurch ein Problem, vor allem für unsere Gesundheit: fehlende Konzentration, weniger Energie und Motivation, Überforderung, Erschöpfung.
Wir brennen auf lange Sicht aus. Vor allem dann, wenn uns wertvolle Erholung, also Pausen, fehlt.

Gleichzeitig leidet unsere Arbeit darunter. Fehler häufen sich, man ist unzufrieden, denn man wird Anforderungen nicht mehr gerecht.
Wenn wir das Ganze weiterspinnen, kann ein Burnout die Folge sein.

Was keine Pause kennt, ist nicht dauerhaft. – Ovid, römischer Epiker

 

Wenn Pause, dann richtig

Nun wollen wir aber nicht den Teufel an die Wand malen. Sondern uns anschauen, wie wir Pausen so gestalten können,
dass sie wirklich erholsam sind. Trotz und gerade weil „viel zu tun“ ist.

Wichtig ist allem voran ein Mindset-Shift: Pausen sind kein Zeitverlust. Sondern eine wichtige Investition in Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden.
Mit klarem Kopf können wir unsere Aufgaben besser meistern, sind leistungsfähiger, haben mehr Energie – auch abseits der Arbeit.

Arbeitskolleg:innen beim gemeinsamen Kaffeetrinken in der Pause

Diese Dinge machen eine Pause zur ECHTEN Pause:

  • Arbeitsplatz bewusst verlassen: Ein Perspektivwechsel hilft, abzuschalten und die Gedanken wandern zu lassen.
  • Bewegung einbauen: Ein kurzer Spaziergang, ein paar Dehnübungen und frische Luft sind eine Wohltat für Körper und Geist.
  • Bildschirm aus: Vor allem dann, wenn Sie viel an Laptop, PC, Smartphone und Co arbeiten.
    Legen Sie bewusst für ein paar Minuten alles beiseite.
  • Food is fuel: Eine ausgewogene Mahlzeit gibt Ihnen die nötige Energie, damit Sie konzentriert, leistungsfähig und ausgeglichen
    durch den Arbeitsalltag gehen können Nehmen Sie sich Zeit dafür.
  • Atmen: Und zwar bewusst und tief. Atmen Sie in den Bauch ein und durch den Mund aus. Achten Sie bewusst auf Ihre Atmung.
    Das beruhigt und kann Stress reduzieren. Schon 3-5 Minuten reichen aus.

 

Warum Unternehmen von Pausen profitieren

Aber nicht nur unsere eigene Einstellung bestimmt, wie wir Pausen gestalten. Auch die Unternehmenskultur hat maßgeblichen Einfluss darauf.
Deshalb ist es umso wichtiger, eine gesunde Pausenkultur zentral zu verankern, sodass Pausen nicht als Zeichen fehlender Arbeitsmotivation erlebt werden.

Eine gesunde Pausenkultur bedeutet:

  • Pausen sind erlaubt und erwünscht

  • Führungskräfte leben Pausen vor

  • Rahmenbedingungen ermöglichen echte Erholung (Rückzugsorte, klare Pausenzeiten)

Unternehmen, die Pausen aktiv fördern, profitieren langfristig von:

✔ geringerer Erschöpfung
✔ höherer Konzentration
✔ weniger Fehlern
✔ mehr Motivation

Ein Win-Win für alle! Oder?

Fazit: Gesunde Pausen bedeuten nicht mehr Aufwand, sondern mehr Wirkung – wenn sie ernst genommen und gelebt werden.

Anti-Perfektions-Guide für die Adventszeit

Anti-Perfektions-Guide für die Adventszeit

Advent, Advent, die Bude brennt?

Im übertragenen Sinne vielleicht schon. Denn zum Ende des Jahres läuft es in vielen Unternehmen nochmal auf Hochtouren. Immer länger werdende Auftragslisten, ständiger Termindruck, vorgezogene Deadlines – mit 24 Stunden scheint ein Tag mehr als zu kurz. Der Balanceakt zwischen Beruf und Privatleben wird immer wackeliger. Dabei sollte der Advent doch viel entspannter werden…?

Dazu kommen die Gedanken rund ums Weihnachtsfest, die Ansprüche sind hoch:

  • ein perfekt geschmückter Weihnachtsbaum
  • sorgfältig, faltenfrei eingepackte Geschenke
  • mindestens 15 verschiedene Plätzchensorten
  • ein wochenlang durchdachtes Weihnachtsmenü
  • und und und…

Aber mal ehrlich: Der ständige Druck, alles „perfekt“ machen zu wollen, löst mehr Stress als Zufriedenheit aus und kann uns langfristig ganz schön zu schaffen machen.

Denken Sie einmal darüber nach: Welche Momente sind die, die Ihnen wirklich im Gedächtnis bleiben, die Freude wecken und die Weihnachtszeit besonders schön machen? Ist es wirklich der perfekt gedeckte Tisch oder sind es die Gespräche, die an dem Tisch stattfinden?

Wie wäre es stattdessen mit diesen Impulsen:

  • „Mein bestes ist gut genug“ als Leitmotiv etablieren
  • Mikro-Priorisierung – was ist heute wichtig?
  • Kleine Momente im Alltag schaffen, die gut tun, auch wenn es nur 5 Minuten sind
  • Hinterfragen: Ist es das, was ich will, oder erfülle ich damit nur äußere Erwartungen?

Indem wir uns auf das Wesentliche konzentrieren und kleine, bewusste Entscheidungen treffen, können wir die Feiertage und den Alltag achtsamer, entspannter und erfüllender gestalten.

In diesem Sinne: Wenn der Weihnachtsbaum krumm steht, ist das völlig okay – Hauptsache, er leuchtet.

„Was essen Deutsche zu Weihnachten?“

„Was essen Deutsche zu Weihnachten?“

„Was essen Deutsche zu Weihnachten?“

…so fragt eine Fachzeitschrift (GVpraxis) heute. Ja, was essen „Deutsche“ denn?

Und so viele verschiedene Deutsche es gibt, so vielfältig sind die Traditionen!

Als Dienstleister für Betriebliche Gesundheitsförderung im Bereich Ernährung haben wir es tagein-tagaus mit Ernährungsverhalten, Lebensmitteln und auch Rezepten zu tun. Und dabei fällt auf, dass der Speisenplan sehr viel abwechslungsreicher und internationaler geworden ist.

Wir vom Kraaibeek-Team hypen keine Superfoods aus der Ferne, denn die regionale Landschaft hat Vieles an powervollen Inhaltsstoffen zu liefern. Und dennoch findet inzwischen die ein- oder andere exotische Frucht ihren Eingang in unsere Rezepte:

Was wäre so manches winterliche Dessert ohne Granatapfel? Und auch die Süßkartoffel hat Einzug in das ein oder andere unserer Rezepte gefunden.

Aber wie sieht es nun an Weihnachten bei uns im Team aus – DEM Familienfest schlechthin, das für viele von uns mit wichtigen und liebgewonnenen Traditionen und Ritualen verbunden ist.

 

Und es stellt sich heraus:

  • Die Vegetarier/Veganer unter uns wählen fleischlose Gerichte, die von gefüllten Champignons und Patatas Bravas bis zu gebackenem Schafskäse reichen.
  • Die Flexitarier schließen gerne an alte Traditionen ihrer Familie an und servieren schlesische, sächsische oder bayrische Gerichte wie Schlesische Weißwürste mit Sauerkraut und Kartoffelsalat bis zum typisch „deutschem“ Raclette, zwinker!

Dieses Ergebnis deckt sich mit den Erfahrungen, die wir im Rahmen unseres Beratungsprogramms für betriebsgastronomische Einrichtungen machen:

Die Zahl der Mitarbeitenden, die auch in der Betriebsgastronomie vor Weihnachten und zu den betrieblichen Weihnachtsfeiern auf traditionelle Gerichte zurückgreifen, ist groß!

Anerkennenswerterweise finden aber auch Angebote Einzug in die Speisenauswahl, die Menschen berücksichtigen, die aufgrund ihrer Religion kein Weihnachten feiern oder die aus ethischen Gründen keine traditionellen, meist fleisch-lastigen Weihnachtsgerichte essen mögen. Hier sind Angebote in Kantinen in den letzten Jahren ganz bewusst internationaler geworden. Und das wiederum zur Freude aller Tischgäste, die nicht nur in den Ferien ins Ausland reisen, sondern sich auch vor Ort gerne einmal kulinarisch inspirieren lassen.

Und daher feiern wir die Vielfalt und sind wir offen für alle traditionellen aber auch international bereichernden Inspirationen!
In allem gilt es, bewusst zu genießen und wahrzunehmen.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen allen ein – unter anderem kulinarisch – bereicherndes, frohes Fest und ein gesundes Wiedersehen im neuen Jahr!

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Welt-Menopausen-Tag

Welt-Menopausen-Tag

Welt-Menopausen-Tag

Ein Blick auf die Menopause und die Bedeutung für die Frauengesundheit

Jedes Jahr am 18. Oktober wird der Tag der Menopause begangen. Dieser Tag wurde erstmals 1984 von der International Menopause Society (IMS) in Zusammenarbeit mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ins Leben gerufen. Ziel ist es, die Bedeutung der Wechseljahre für die Frau und ihr Umfeld hervorzuheben.

Die Wechseljahre sind eine natürliche Phase, die meist zwischen dem 45. und 55. Lebensjahr stattfindet. In der Medizin werden die Wechseljahre in drei Phasen unterteilt: die Perimenopause, die Menopause und die Postmenopause. Die Menopause ist der Zeitpunkt der letzten Monatsblutung, auf die mindestens 12 Monate keine Blutung erfolgt. In diesen drei Phasen kommt es zu hormonellen Veränderungen, die sich auf das seelische und körperliche Befinden auswirken können. Der „weibliche Gesundheitsfaktor“ nimmt durch den sinkenden Östrogenspiegel ab, wodurch das Risiko vor allem für Knochenbrüche und Herz-Kreislauf-Erkrankungen steigt.
Es ist wichtig zu wissen, dass die Symptome und der Verlauf der Wechseljahre von Frau zu Frau sehr unterschiedlich sind. Zwei Drittel der Frauen haben keine oder nur sehr leichte Beschwerden. Das letzte Drittel empfindet die Beschwerden als belastend, sodass eine ärztliche Behandlung sinnvoll ist. Mit einem angepassten Lebensstil können wir dazu beitragen, die Wechseljahre angenehmer zu gestalten und die Beschwerden sowie das Risiko von Folgeerkrankungen zu verringern.

Vollwerternährung als Basis

Mit zunehmendem Alter verändern sich die Bedürfnisse des Körpers. Die Muskelmasse nimmt ab und die Fettspeicher vergrößern sich. Der Körper verbraucht weniger Energie, benötigt aber mehr Nährstoffe. Daher sollten vermehrt Lebensmittel mit geringem Energie- und hohem Nährstoffgehalt verzehrt werden. Die Basis bilden Obst und Gemüse, wobei mehr Gemüse als Obst verzehrt werden sollte. Salate, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte, Kartoffeln und fettarme Milchprodukte runden den Speiseplan ab. Gelegentlich kann auch mageres Fleisch auf den Tisch kommen. Stark verarbeitete Lebensmittel wie Süßigkeiten, Gebäck, Fast Food oder Fertiggerichte sollten reduziert werden. Denn sie liefern oft viele Kalorien und wenig Nährstoffe.

Calcium für stabile Knochen

In den Wechseljahren kommt es mit der Reduktion der Östrogene zu einem Substanzverlust der Knochen. Viel Bewegung und eine calciumreiche Ernährung können die Abbauprozesse verlangsamen. Es wird daher empfohlen, täglich mindestens drei Portionen Milch und Milchprodukte zu verzehren. Wer auf pflanzliche Alternativen zurückgreifen möchte, sollte darauf achten, dass diese mit Calcium angereichert sind. Vegetarier*innen und Veganer*innen können zudem mit Nüssen und viel Gemüse sowie calciumreichem Mineralwasser (mind. 150 mg Calcium pro Liter) ihren Calciumbedarf gut decken. Damit das Calcium vom Körper aufgenommen werden kann, ist es vorteilhaft, kleinere Portionen calciumreicher Lebensmittel über den Tag verteilt zu verzehren. Um das Calcium aus der Nahrung aufnehmen und in die Knochen einbauen zu können, benötigt der Körper zusätzlich Vitamin D. Fettreicher Fisch wie Hering, Makrele und Lachs sowie Leber, Eier und Pilze sind gute Vitamin-D-Lieferanten. Für Veganer*innen sowie für alle Menschen in den Wintermonaten kann im Einzelfall auch eine zusätzliche Nahrungsergänzung sinnvoll sein. Zudem ist für die Knochengesundheit viel Bewegung wichtig. Durch Ausdauer- oder Krafttraining werden Muskel und Knochen gefordert.

Ballaststoffe für eine gute Verdauung

Der sinkende Östrogenspiegel kann sich auch auf die Verdauung auswirken. Eine erhöhte Zufuhr von Ballaststoffen kann helfen, den Darm in Schwung zu halten. Ballaststoffreiche Lebensmittel sind Obst, Gemüse, Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte. Auch Chia- oder Leinsamen sowie Flohsamenschalen sind ballaststoffreich und können eine gute Ergänzung zum morgendlichen Müsli sein. Wenn Sie Ihre Ballaststoffzufuhr erhöhen, ist es wichtig, dass Sie auch mehr Flüssigkeit zu sich nehmen, damit die Ballaststoffe ihre Wirkung im Körper entfalten können.

Hochwertige Öle für ein gesundes Herz

Um Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Schlaganfall oder Herzinfarkt vorzubeugen, können wir auf die Verwendung von Speisefetten achten. Vor allem pflanzliche Öle wie Raps- oder Olivenöl eignen sich für die warme Küche und liefern wertvolle Omega-3-Fettsäuren. Für kalte Speisen und Salate können Leinöl, Walnussöl oder Weizenkeimöl eine gute Ergänzung sein. Auch Fisch kann regelmäßig verzehrt werden. Bevorzugen Sie dabei die fettreichen Sorten.

Die Empfehlungen für die Wechseljahre sind den allgemeinen Ernährungsempfehlungen sehr ähnlich. Wichtig ist, dass Sie Veränderungen immer nur in kleinen Schritten vornehmen, um sie dauerhaft zu etablieren. Eine gesunde Ernährung kann die Symptome der Wechseljahre lindern. Wichtig ist auch, auf das eigene Wohlbefinden zu achten. Entspannungstechniken, Sport, Yoga oder Wellness sind nur einige Beispiele, um Stress abzubauen. Hier kommt es auf Ihre individuellen Wünsche und Bedürfnisse an. Haben Sie keine Angst vor dem Alterungsprozess, denn älter werden wir jeden Tag. Nutzen Sie die Chancen des neuen Lebensabschnitts und entdecken Sie Ihre Persönlichkeit neu! Der Weltmenopausentag ist eine gute Gelegenheit, Veränderungen jetzt in unser Leben zu integrieren!

In diesem Zusammenhang möchten wir Sie gerne zu einigen kostenfreien Vorträgen einladen, die für Sie interessant sein könnten:

Ernährung und Stress, Ernährung und Schlaf, Power für das Immunsystem oder Work-life-Balance, um hier nur die Relevantesten zu nennen:

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