Wenn unser Leben von Stress bestimmt wird, passiert meist eine von zwei Sachen: Entweder wir haben ständig Appetit auf „Ungesundes“, oder der Stress schlägt uns so auf den Magen, dass wir nichts mehr herunterbekommen. Aber warum ist das so und was können wir tun, um uns selbst in solchen Phasen zu unterstützen?
Wer kennt es nicht: volle To-Do-Liste, plötzlich verschobene Deadlines, Dienstplanänderungen und Doppelschichten. Nicht selten führt der Arbeitsalltag also dazu, dass wir uns gestresst fühlen. Bei jedem wirkt sich das anders aus: Manche werden emotional, andere fast gleichgültig. Und auch unser Essverhalten wird beeinflusst.
Aber was passiert da eigentlich?
Vereinfacht gesagt wird in unserem Körper bei Stress eine Signalkette angeworfen, die uns in Alarmbereitschaft versetzt. Das heißt: Wir sind aufmerksamer, konzentrierter und der Körper stellt Energie bereit. Eine besondere Rolle spielt dabei das „Stresshormon“ Cortisol. Das sollte vielen mittlerweile ein Begriff sein. Den schlechten Ruf hat es aber eigentlich zu Unrecht, denn das Hormon vollzieht in unserem Körper wichtige Prozesse. So sorgt es dafür, dass wir morgens wach werden, hat einen entzündungshemmenden Effekt und ist an zahlreichen Stoffwechselprozessen beteiligt.
Die Crux: Ist zu viel davon im Kreislauf, kann sich das negativ auswirken. Und genau das passiert, wenn wir langfristig im Stressmodus sind.
Dem Körper wird unter anderem signalisiert, dass wir Energie brauchen – und zwar schnell. Er muss schließlich gegen diese Situation gewappnet sein. Kurzfristig kann diese Energie aus den eigenen Speichern gezogen werden, die wir z. B. in der Leber oder den Muskeln haben. Gehen diese zuneige, muss Energie von außen her: Wir haben Hunger. Und meistens sind dann besonders zucker- und fettreiche Lebensmittel attraktiv. Haben Sie das schon mal bei sich beobachtet?
Energie, aber schnell!
Zucker- und fettreiche Lebensmittel liefern Energiepakete per Express, die unser Körper nicht noch lange verstoffwechseln, also quasi „auspacken“, muss. Praktisch, denn es muss ja schnell gehen!
Und ja, kurzzeitig fühlen wir uns nach Schokolade, Gummibärchen oder Kuchen auch energetisch, weil der Zucker darin schnell ins Blut übergeht und als Energie bereitsteht. Doch so schnell der Zucker ins Blut gelangt, so schnell ist er auch wieder „weg“ (also: in die Zellen aufgenommen und verbraucht). Ein rapider Blutzuckeranstieg resultiert dann nicht selten in einem genauso rasanten Abfall. Daher kommt auch der Begriff „Blutzuckerachterbahn“. Das starke Auf und Ab kann dazu führen, dass Heißhunger entsteht: Und zwar wieder genau nach solchen Lebensmitteln, die uns einen schnellen Energieboost geben. Quasi ein Teufelskreis.
Außerdem springt unser Belohnungssystem an. Der Konsum von fett- und zuckerreichen Lebensmitteln fördert die Ausschüttung von Dopamin, was oft auch als „Glückshormon“ bezeichnet wird. Es sorgt dafür, dass wir uns gut fühlen, steigert unser Wohlbefinden und die Motivation. Studien deuten darauf hin, dass das Gehirn lernen kann, solche Lebensmittel zu bevorzugen, wenn sie regelmäßig konsumiert werden.
Willenskraft ist nicht das Problem
Sind wir langfristig in diesem Kreis gefangen, kann sich daraus eine Gewohnheit entwickeln. Der Griff zur Schokolade (oder jedem anderen beliebigen Lebensmittel) erscheint uns dann als der einzig logische Schritt. Denn es schafft Abhilfe, wenn auch nur für den Moment.
Auch andere Faktoren können Einfluss darauf nehmen und die Reaktion unseres Körpers auf Stress beeinflussen: unser Schlaf, Bewegungsverhalten, Regeneration und Entspannung zählen beispielsweise auch dazu. Wenn wir unser Verhalten also besser verstehen möchten, müssen wir ganzheitlich ansetzen und auch diese Dinge beachten.
Gleichzeitig gibt es auch Dinge, die wir weniger gut beeinflussen können: Workload bleibt Workload und lässt sich nicht immer umverteilen. Auch familiäre Verantwortlichkeiten lassen sich nicht immer abgeben, schon gar nicht kurzfristig. So wichtig es ist, langfristig eine Lösung dafür zu finden, so wichtig ist es aber auch, darauf zu schauen, was man tatsächlich in der Hand hat und beeinflussen kann.
Um also die wichtigste Frage zu klären: Was können wir tun, um mit solchen Phasen besser klarzukommen?
Was im Alltag tatsächlich helfen kann
Hier gibt es nicht die eine Antwort, denn es kommt immer auf die individuelle Situation und den Stressauslöser an. Aber es gibt Dinge, die man für sich ausprobieren kann.
Stressoren identifizieren Haben Sie sich schon einmal damit auseinandergesetzt, was gerade der wirkliche Stressauslöser ist? Hat es mit der Arbeit zu tun, mit eigenen Ansprüchen, mit familiären Faktoren oder etwas ganz anderem? Sich dem erst einmal bewusst zu werden, ist entscheidend, um dahingehend Strategien entwickeln zu können, die die Situation verbessern können. Hören Sie also einmal ganz genau hin.
Essverhalten und Emotionen beobachten Wie reagieren Sie auf Stress? Welche Lebensmittel finden Sie besonders appetitlich? Und steckt dahinter wirklich ein körperlicher Hunger oder eher eine Emotion oder Gewohnheit? Das zu beantworten ist nicht in 5 Minuten passiert. Aber es lohnt sich, diesen Schritt zu gehen und sich diese Fragen zu stellen, bevor man direkt zur Schokolade greift.
Regelmäßige Mahlzeiten, die satt machen Lassen wir Mahlzeiten ausfallen, resultiert das zum einen darin, dass wir nicht genug Energie haben, um den stressigen Alltag zu bewältigen. Zum anderen provozieren wir damit möglicherweise Heißhunger, der uns in solchen Phasen sowieso schon öfter begegnet. Versorgen wir uns regelmäßig mit Energie und Nährstoffen, kann unser Körper darauf zurückgreifen. Wir stärken ihn quasi von innen.
Auf Schlaf und Erholung achten Klingt banal, kommt aber bei vielen zu kurz. Doch im Schlaf laufen in unserem Körper zahlreiche Regenerations- und Reparatur-Prozesse ab. Wichtig, damit wir uns erholen können. Zudem kann sich Schlafmangel langfristig auch auf unsere Stimmung, unseren inneren Stresspuffer und den Appetit auswirken. Es gibt Hinweise darauf, dass bei Schlafmangel unser Belohnungssystem aktiviert wird und sich damit der Appetit auf energiereiche Lebensmittel erhöht. Ausreichend und erholsamer Schlaf sollte also gerade in Stressphasen Priorität haben.
Entspannung einbauen Stress aktiviert uns. Deshalb ist es wichtig, auch einen Ausgleich zu finden. Versuchen Sie trotz Workload regelmäßig eine Pause zu machen. Schon 5 Minuten, in denen Sie einmal bewusst nichts tun, auf Ihre Atmung achten, frische Luft tanken und etwas trinken, können ein wertvoller Erholungsmoment sein. Und nach der Arbeit…
Bewegung, die Spaß macht Körperliche Aktivität unterstützt uns auf vielen Ebenen. Sie hält uns fit, fördert die Herz-Kreislauf-Gesundheit, stärkt die Muskeln und kann auch beim Abbau von Stress helfen. Wichtig dabei: Finden Sie die Form der Bewegung, die Ihnen Spaß macht und die im Alltag machbar ist. Denn nur dann bleiben Sie langfristig dran und finden Freude daran.
Fazit
Stressessen ist kein persönliches Versagen, sondern ein Verhalten mit mehreren Einflussfaktoren. Zu verstehen, was im Körper dabei abläuft und wieso man vielleicht mit diesem Verhalten auf Stress reagiert, ist ein wichtiger Schritt, um sich selbst besser zu verstehen und seine Bedürfnisse wahrzunehmen. Stress hat Einfluss darauf, wie wir uns ernähren. Aber wir können beeinflussen, wie wir damit umgehen und unseren Körper in diesen Phasen besonders unterstützen.
Die enge Verbindung von Essverhalten und mentaler Gesundheit
Für uns gehört Ernährung zu einer ganzheitlichen Betrachtung von Mental Health dazu – neben Stress, Schlaf, Bewegung und den Bedingungen, die unseren Alltag prägen.
In unserer Mental Health Kampagne greifen wir deshalb diese Zusammenhänge auf und geben mit kostenfreien Vorträgen, Podcasts und Impulsen Anregungen für einen gesünderen Umgang mit den Herausforderungen des Alltags.
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Quellen: Helios Gesundheit, Cortisol (aufgerufen am 03.09.2025) Thieme Natürlich Medizin!, Belohnungssystem (aufgerufen am 03.09.2025) Gesundheitsinformation (IQWiG), Dopamin (aufgerufen am 03.09.2025) ARD Alpha, Essen bei Stress (aufgerufen am 03.09.2025) Ärztezeitung, Schlafmangel und Heißhunger (aufgerufen am 03.09.2025)
Welche BGM-Maßnahme ist die erfolgreichste? Richtig: Die, die ankommt, genutzt wird und als hilfreich empfunden wird.
Und genau hier wird es bei Auszubildenden spannend: Denn wer sie erreichen will, muss verstehen, was ihren Alltag, ihre Bedürfnisse und ihre Perspektive prägt. Was es dafür braucht, sind keine Standartmaßnahmen, die an den Bedürfnissen der Zielgruppe vorbeigedacht ist. Sondern solche, die an deren Lebenswelt anknüpfen.
Gesundheitsförderung beginnt mit einem Perspektivwechsel
Auszubildende und Berufseinsteiger:innen – eine Zielgruppe, die mit neuen Herausforderungen und ganz vielen Veränderungen konfrontiert ist. Und gleichzeitig ist es eine neue Generation der Arbeitnehmenden, die wir vielleicht nicht mit den typischen Angeboten erreichen können. Denn ein Angebot kann fachlich richtig und trotzdem unpassend sein. Ein Vortrag über Stressmanagement hilft wenig, wenn die eigentliche Belastung ein unklarer Dienstplan, fehlende Einarbeitung oder Angst vor Fehlern ist.
Es heißt also: Nachfragen. Zuhören. Bedürfnisse ernst nehmen. Und anbieten, was wirklich gebraucht wird.
Aber wieso sollen wir überhaupt bei dieser jungen Zielgruppe mit Betrieblicher Gesundheitsförderung anfangen? Sie sind ja schließlich noch jung und gesund! Aktuelle Erhebungen des DGB (2025) zeigen ein anderes Bild: mehr als die Hälfte der befragten Auszubildenden berichtete von psychischer Belastung. Finanzielle Sorgen, Leistungs- und Zeitdruck sowie regelmäßige Überstunden sind keine Seltenheit.
Beteiligung als Königsdisziplin
Auszubildenden also bereits zum Start ein gesundheitsförderliches Arbeiten und Wirken zu ermöglichen, ist durchaus sinnvoll. Gesunde Mitarbeitende sind das Rückgrat aller Unternehmen. Je früher wir ansetzen, desto desto besser können junge Menschen gesundheitsförderliche Routinen entwickeln, ihre Gesundheitskompetenz stärken und langfristig leistungsfähig bleiben.
Eine wirksame Gesundheitsförderung lebt von Beteiligung. Dabei können wir folgende Fragen stellen:
Wer gefragt wird, fühlt sich berücksichtig und wertgeschätzt. Das baut Vertrauen auf. Und das ist eine wichtige Herausforderung dafür, dass sich auch für sensible Themen wie die psychische Gesundheit geöffnet wird.
Gesundheitsförderung für Azubis beginnt nicht mit der Frage, wie wir sie verändern können. Sie beginnt mit der Bereitschaft, unsere Arbeitswelt aus ihrer Perspektive zu betrachten – und gemeinsam mit ihnen besser zu gestalten.
Was in der Praxis funktioniert: Impulse für Ihr BGM
Was kann daraus konkret entstehen? Je nach Bedarf ganz unterschiedliche Formate: ob kurze Impulsen, interaktive Workshops oder gemeinsame Aktionen. Entscheidend ist vor allem die Frage, welche Herausforderung damit aufgegriffen wird.
Kurz, interaktiv und alltagsnah
Keine 60-Minuten-Vorträge, sondern kurze und knackige Impulse, die an den Alltag anknüpfen. Denn der Einstieg ins Berufsleben bringt viele neue Routinen mit sich. Praxisimpuls: „Fitter Start ins Berufsleben“ mit konkreten Tipps für Energie, Ernährung, Pausengestaltung und Bewegung.
Gesundheit erlebbar machen
Gerade zu Beginn geht es auch darum, Anknüpfungspunkte zu finden und ein Zugehörigkeitsgefühl aufzubauen. Gemeinsame Aktivitäten verbinden Gesundheitsförderung mit Teambuilding. Praxisimpuls: Kochworkshops, Meal-Prep-Sessions oder Snack-Challenges
Raum für Austausch schaffen
Wissen ist gut, darüber sprechen besser. Wenn Auszubildende ihre eigenen Erfahrungen mit einbringen können, fördert das Verständnis, Zugehörigkeitsgefühl und Bewusstsein – für sich, aber auch für andere. Gesunde Teams leben auch von einem gesunden Miteinander. Regelmäßig Möglichkeiten für den Austausch zu schaffen ist wertvoll für alle Beteiligten. Praxisimpuls: Workshops oder Gesprächsformate zu Stress, mentaler Gesundheit, Schlaf oder dem Umgang mit Druck
Digitale Formate mitdenken
Nicht, weil „die junge Generation“ nur noch digital lebt. Sondern weil das Formate sind, die in den Alltag dieser Menschen reinpassen. Zudem lassen sie sich gut mir persönlichen Angeboten verknüpfen und schaffen damit langfristige Gesundheitsförderung. Praxisimpuls: Mini-Impulse, Challenges, Quiz-Formate, Podcasts
Finden Sie gemeinsam mit Ihren jungen Beschäftigten heraus, was am besten funktioniert. Nicht jedes Format muss passen. Wichtig ist es, mit jeder Maßnahme auch Feedback zu verknüpfen: Was war gut, wo könnte man eine andere Richtung einschlagen, welche Unterstützung wird als besonders wertvoll wahrgenommen? Bedarfe können sich mit der Zeit verändern und daher braucht es eine gewisse Anpassungsfähigkeit. Was nichts Negatives sein muss, im Gegenteil: Anpassungsfähigkeit ist ein klarer Vorteil, der es ermöglicht, frühzeitig auf Veränderungen zu reagieren und Gesundheitsförderung kontinuierlich weiterzuentwickeln.
Von der Maßnahme zur Kultur
Der Einstieg ins Berufsleben prägt, wie Menschen Arbeit erleben und auch, welchen Stellenwert die eigene Gesundheit dabei bekommt. Deshalb lohnt es sich, Gesundheitsförderung nicht erst dann anzubieten, wenn erste Belastungen sichtbar werden. Wenn gesundes Arbeiten zur Unternehmenskultur dazugehört und für alle gleichwertig angeboten wird, kann damit ein Raum geschaffen werden, in dem Gesundheit selbstverständlich ist.
Am Ende sollte also keine einzelne Maßnahme stehen, sondern ein größeres Gesamtkonstrukt, dass von Weiterentwicklung und Beteiligung lebt. Wer junge Menschen gesund ins Berufsleben begleitet, investiert nicht nur in ihre Gesundheit, sondern in die Zukunft der eigenen Organisation.
Der Frühling klopft an der Tür! Und damit man sich frühlingshaft leicht fühlt, kann doch so eine Detox-Kur nicht schaden, oder?
Schließlich sind die Versprechen groß: Ballast loswerden, mehr Energie haben, sich „befreit“ fühlen, einen klaren Kopf bekommen…
Ja, es klingt in der Tat vielversprechend. Schauen wir einmal genauer hin.
Der Begriff Detox, also Entgiftung, wird gerne verwendet, ist rechtlich gesehen aber etwas kritisch. Denn: So, wie der Begriff verwendet
und interpretiert wird, handelt es sich dabei um eine gesundheitsbezogene Aussage und fällt damit unter die Health Claims Verordnung.
Diese Verordnung regelt ganz klar, welche Aussagen erlaubt sind und welche nicht. Zu Detox gibt es keinen zugelassenen Claim.
Warum? Weil es keine wissenschaftlichen Belege für „Detox“ oder „Entgiftung“ des Körpers durch damit beworbene Produkte und Co. gibt!
Womit sich viele der beworbenen Produkte in einer Grau- oder gar Verbotszone bewegen. Hier ist also Vorsicht angesagt.
Hinzu kommt: Eigentlich brauchen wir das gar nicht. Denn unser Körper hat quasi ein eigenes Entgiftungssystem:
Nieren: filtern Schadstoffe aus dem Blut und geben die über den Urin ab
Leber: baut Stoffwechselprodukte und potentielle Schadstoffe ab, sodass wir sie ausscheiden können
Lunge: Abatmung von flüchtigen Stoffen wie z.B. Kohlendioxid (CO2)
Darm: transportiert Schad- und Abbaustoffe sowie unverdauliche Stoffe aus dem Körper
Vor allem die Leber und Nieren leisten hier eine unglaubliche Arbeit und zwar rund um die Uhr, jeden einzelnen Tag!
Anstatt also fragwürdigen Detox-Ratschlägen zu folgen und viel Geld für wenig wirksame (bis zu gefährliche) Produkte auszugeben, lohnt
es sich stattdessen, den eigenen Körper bei seiner Arbeit bestmöglich zu unterstützen. Und ja, das geht!
Das tut dem Körper gut:
regelmäßige, ausgewogene Mahlzeiten
ausreichend Proteine und Ballaststoffe, die satt machen und die Verdauung unterstützen
genug trinken (sehr wichtig für die Organfunktion!)
regelmäßige Bewegung, um den Stoffwechsel zu unterstützen
ausreichend Schlaf für die Regeneration
stark verarbeitete Produkte, Alkohol- und Nikotinkonsum bestmöglich reduzieren
Damit tun wir unserem Körper einen Wohlgefallen. Ganz ohne komische Tricks. 😉
Fazit: Detox-Kuren versprechen schnelle Ergebnisse, sind aber weder notwendig noch wissenschaftlich belegt. Unser Körper leistet hier
tagtäglich Außergewöhnliches. Unterstützen wir ihn dabei, tun wir langfristig etwas für Gesundheit, Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit!
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Schauen Sie gerne vorbei!
Hand auf’s Herz: Wie sehen Ihre Pausen an einem typischen Arbeitstag aus?
Schnell einen Kaffee geschnappt, denn es ist nicht viel Zeit, vielleicht wird die Pause gar verkürzt, denn essen geht auch nebenbei. Oder: Laptop zu, durchatmen, ein bisschen Bewegung, ein netter Plausch mit Kolleg:innen und ein Mittagessen für mehr Energie.
Was denken Sie, welche Variante öfter vorkommt? Wahrscheinlich (leider) die erste. Gerade bei hoher Arbeitsdichte, Schichtwechseln oder parallel
laufenden Anforderungen wird häufig „durchgezogen“. Noch schnell diese Aufgabe erledigen, noch kurz die E-Mails checken – und zack, ist die Pause vorbei.
Was, wenn Pausen fehlen?
Wenn das ab und an mal vorkommt, ist das in der Regel kein Problem. Kurzfristige Stressphasen können wir gut kompensieren. Langfristig jedoch entsteht
dadurch ein Problem, vor allem für unsere Gesundheit: fehlende Konzentration, weniger Energie und Motivation, Überforderung, Erschöpfung.
Wir brennen auf lange Sicht aus. Vor allem dann, wenn uns wertvolle Erholung, also Pausen, fehlt.
Gleichzeitig leidet unsere Arbeit darunter. Fehler häufen sich, man ist unzufrieden, denn man wird Anforderungen nicht mehr gerecht.
Wenn wir das Ganze weiterspinnen, kann ein Burnout die Folge sein.
Nun wollen wir aber nicht den Teufel an die Wand malen. Sondern uns anschauen, wie wir Pausen so gestalten können,
dass sie wirklich erholsam sind. Trotz und gerade weil „viel zu tun“ ist.
Wichtig ist allem voran ein Mindset-Shift: Pausen sind kein Zeitverlust. Sondern eine wichtige Investition in Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden.
Mit klarem Kopf können wir unsere Aufgaben besser meistern, sind leistungsfähiger, haben mehr Energie – auch abseits der Arbeit.
Diese Dinge machen eine Pause zur ECHTEN Pause:
Arbeitsplatz bewusst verlassen: Ein Perspektivwechsel hilft, abzuschalten und die Gedanken wandern zu lassen.
Bewegung einbauen: Ein kurzer Spaziergang, ein paar Dehnübungen und frische Luft sind eine Wohltat für Körper und Geist.
Bildschirm aus: Vor allem dann, wenn Sie viel an Laptop, PC, Smartphone und Co arbeiten.
Legen Sie bewusst für ein paar Minuten alles beiseite.
Food is fuel: Eine ausgewogene Mahlzeit gibt Ihnen die nötige Energie, damit Sie konzentriert, leistungsfähig und ausgeglichen
durch den Arbeitsalltag gehen können Nehmen Sie sich Zeit dafür.
Atmen: Und zwar bewusst und tief. Atmen Sie in den Bauch ein und durch den Mund aus. Achten Sie bewusst auf Ihre Atmung.
Das beruhigt und kann Stress reduzieren. Schon 3-5 Minuten reichen aus.
Warum Unternehmen von Pausen profitieren
Aber nicht nur unsere eigene Einstellung bestimmt, wie wir Pausen gestalten. Auch die Unternehmenskultur hat maßgeblichen Einfluss darauf.
Deshalb ist es umso wichtiger, eine gesunde Pausenkultur zentral zu verankern, sodass Pausen nicht als Zeichen fehlender Arbeitsmotivation erlebt werden.
Im übertragenen Sinne vielleicht schon. Denn zum Ende des Jahres läuft es in vielen Unternehmen nochmal auf Hochtouren. Immer länger werdende Auftragslisten, ständiger Termindruck, vorgezogene Deadlines – mit 24 Stunden scheint ein Tag mehr als zu kurz. Der Balanceakt zwischen Beruf und Privatleben wird immer wackeliger. Dabei sollte der Advent doch viel entspannter werden…?
Dazu kommen die Gedanken rund ums Weihnachtsfest, die Ansprüche sind hoch:
ein perfekt geschmückter Weihnachtsbaum
sorgfältig, faltenfrei eingepackte Geschenke
mindestens 15 verschiedene Plätzchensorten
ein wochenlang durchdachtes Weihnachtsmenü
und und und…
Aber mal ehrlich: Der ständige Druck, alles „perfekt“ machen zu wollen, löst mehr Stress als Zufriedenheit aus und kann uns langfristig ganz schön zu schaffen machen.
Denken Sie einmal darüber nach: Welche Momente sind die, die Ihnen wirklich im Gedächtnis bleiben, die Freude wecken und die Weihnachtszeit besonders schön machen? Ist es wirklich der perfekt gedeckte Tisch oder sind es die Gespräche, die an dem Tisch stattfinden?
Wie wäre es stattdessen mit diesen Impulsen:
„Mein bestes ist gut genug“ als Leitmotiv etablieren
Mikro-Priorisierung – was ist heute wichtig?
Kleine Momente im Alltag schaffen, die gut tun, auch wenn es nur 5 Minuten sind
Hinterfragen: Ist es das, was ich will, oder erfülle ich damit nur äußere Erwartungen?
Indem wir uns auf das Wesentliche konzentrieren und kleine, bewusste Entscheidungen treffen, können wir die Feiertage und den Alltag achtsamer, entspannter und erfüllender gestalten.
In diesem Sinne: Wenn der Weihnachtsbaum krumm steht, ist das völlig okay – Hauptsache, er leuchtet.
…so fragt eine Fachzeitschrift (GVpraxis) heute. Ja, was essen „Deutsche“ denn?
Und so viele verschiedene Deutsche es gibt, so vielfältig sind die Traditionen!
Als Dienstleister für Betriebliche Gesundheitsförderung im Bereich Ernährung haben wir es tagein-tagaus mit Ernährungsverhalten, Lebensmitteln und auch Rezepten zu tun. Und dabei fällt auf, dass der Speisenplan sehr viel abwechslungsreicher und internationaler geworden ist.
Wir vom Kraaibeek-Team hypen keine Superfoods aus der Ferne, denn die regionale Landschaft hat Vieles an powervollen Inhaltsstoffen zu liefern. Und dennoch findet inzwischen die ein- oder andere exotische Frucht ihren Eingang in unsere Rezepte:
Was wäre so manches winterliche Dessert ohne Granatapfel? Und auch die Süßkartoffel hat Einzug in das ein oder andere unserer Rezepte gefunden.
Aber wie sieht es nun an Weihnachten bei uns im Team aus – DEM Familienfest schlechthin, das für viele von uns mit wichtigen und liebgewonnenen Traditionen und Ritualen verbunden ist.
Und es stellt sich heraus:
Die Vegetarier/Veganer unter uns wählen fleischlose Gerichte, die von gefüllten Champignons und Patatas Bravas bis zu gebackenem Schafskäse reichen.
Die Flexitarier schließen gerne an alte Traditionen ihrer Familie an und servieren schlesische, sächsische oder bayrische Gerichte wie Schlesische Weißwürste mit Sauerkraut und Kartoffelsalat bis zum typisch „deutschem“ Raclette, zwinker!
Dieses Ergebnis deckt sich mit den Erfahrungen, die wir im Rahmen unseres Beratungsprogramms für betriebsgastronomische Einrichtungen machen:
Die Zahl der Mitarbeitenden, die auch in der Betriebsgastronomie vor Weihnachten und zu den betrieblichen Weihnachtsfeiern auf traditionelle Gerichte zurückgreifen, ist groß!
Anerkennenswerterweise finden aber auch Angebote Einzug in die Speisenauswahl, die Menschen berücksichtigen, die aufgrund ihrer Religion kein Weihnachten feiern oder die aus ethischen Gründen keine traditionellen, meist fleisch-lastigen Weihnachtsgerichte essen mögen. Hier sind Angebote in Kantinen in den letzten Jahren ganz bewusst internationaler geworden. Und das wiederum zur Freude aller Tischgäste, die nicht nur in den Ferien ins Ausland reisen, sondern sich auch vor Ort gerne einmal kulinarisch inspirieren lassen.
Und daher feiern wir die Vielfalt und sind wir offen für alle traditionellen aber auch international bereichernden Inspirationen! In allem gilt es, bewusst zu genießenund wahrzunehmen.
In diesem Sinne wünschen wir Ihnen allen ein – unter anderem kulinarisch – bereicherndes, frohes Fest und ein gesundes Wiedersehen im neuen Jahr!
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