Im Arbeitsalltag ist Essen oft eine Mischung aus nebenbei, in großer Eile oder nicht existent. Eine ansprechende Verpflegung gibt es oft nicht. Ernährung wird zum Kompromiss. Gerade in Arbeitsumgebungen mit hohem Zeitdruck kollidieren körperliche mit psychischen Belastungen, die sich langfristig negativ auf die Gesundheit der Mitarbeitenden auswirken.
Viele Verpflegungsangebote bleiben aus Zeitgründen ungenutzt und weil das Angebot nicht ansprechend oder ausgewogen genug ist. Das zeigte sich in unseren Projektkliniken, mit denen wir das Verpflegungsangebot optimieren, wiederholt. Auch Geschmack, Zugänglichkeit (Stichwort Öffnungszeiten) und Atmosphäre spielen eine Rolle.
Aber was passiert, wenn wir die Verpflegung am Arbeitsplatz so gestalten, dass sie Gesundheit und Wohlbefinden fördert und gleichzeitig gut schmeckt? Wir haben in unserer Arbeit bemerkt: Viel! Denn das Potential ist groß: Eine ausgewogene Betriebsverpflegung stärkt die Mitarbeitenden und das Unternehmen auf mehreren Ebenen.
- weniger Fehlzeiten
- mehr Wohlbefinden
- bessere Konzentration
- stabile Leistungsfähigkeit
Und auch zur Prävention ernährungsmitbedingter Erkrankungen kann eine solche Verpflegung beitragen. Ein kraftvolles Tool, das noch viel mehr genutzt werden kann. Doch wie kann das gehen?
>> Impulsfrage: Was würde die Verpflegung in Ihrem Unternehmen verbessern? <<
Bevor man sich direkt in Veränderungsversuche stürzt, sollten zunächst die in den Fokus gerückt werden, die davon am meisten betroffen sind: Die Mitarbeitenden. Und zwar nicht nur die, die zum Essen in Kantine und Co kommen, sondern auch die, die diese Verpflegung erst möglich machen. Das Küchenpersonal spielt eine Schlüsselrolle in dem ganzen Konstrukt.
Erst wenn klar ist, wo der Bedarf ist, wo es hakt und welche Wünsche bestehen, können konkrete Maßnahmen geplant und umgesetzt werden. Nicht zu vergessen die stetige Auswertung dessen, um weitere Verbesserungspotentiale identifizieren zu können. Es ist ein gemeinsames Vorhaben, kein einseitiges “so machen wir es”-Prinzip.
Diese Aspekte sind dabei von besonderer Bedeutung:
- Beteiligung ermöglichen – von Anfang an
- Feedback ernst nehmen und einbeziehen
- transparente, begleitende Kommunikation
- Kontinuität statt Einzelaktionen
- ganzheitlichen Ansatz wählen
Wichtig ist auch, dass die Umsetzung stets individuell ist. Denn jedes Unternehmen hat andere Möglichkeiten, Voraussetzungen, Wünsche und Bedürfnisse. Deshalb ist die gemeinsame Erarbeitung und Weiterentwicklung solcher Strukturen ungemein wertvoll.
Wir haben solche Konzepte bereits in mehreren Betrieben umsetzen können und arbeiten aktuell mit diversen Kliniken in Deutschland zusammen, wo wir das Verpflegungsangebot analysieren, Mitarbeitende befragen und passende Maßnahmen ableiten. Lesen Sie hier, wie wir dabei vorgehen.
Unsere Befragungen und auch allgemeine Untersuchungen zeigen außerdem, dass das Interesse an gesunder Ernährung groß ist. Daher ist auch die Kommunikation über das Verpflegungsangebot und darüber hinaus relevant.
Fazit: Eine ausgewogene, gesundheitsförderliche Verpflegung am Arbeitsplatz ist kein Nice-to-have, sondern ein wirksames Tool, um Wohlbefinden und Leistung zu fördern, gesunde Ernährungsgewohnheiten zu ermöglichen und Wertschätzung zu zeigen. Gerade im stressigen Arbeitsalltag ist das kein Selbstläufer. Aber mit den richtigen Angeboten wird es zur gelebten Normalität.
